ERDRAUM
Roman Ehrlich, Michael Disqué und Claudia Lomoschitz
25.11.–06.12.2025
Blickle Raum Spiegelgasse
Eröffnung: Dienstag, 25.11.2025, 19 Uhr
Screening: Donnerstag, 27.11.2025, 18.30 Uhr
Blickle Kino Belvedere 21
Im Rahmen von ERDRAUM setzen sich Roman Ehrlich, Michael Disqué und Claudia Lomoschitz mit Ausgrabungen zeitlicher Narrative und deren Bezügen zu Erdschichten auseinander. Sie präsentieren räumliche Installationen im Blickle Raum und zeigen eine Auswahl ihrer filmischen Arbeiten, begleitet von kulinarisch-gesanglichen Momenten im Blicke Kino.
Die Installationen von Roman Ehrlich, Michael Disqué und Claudia Lomoschitz thematisieren in ERDRAUM Zeithorizonte und Geschichten, die in der Erde verborgen sind. Auf welchen Narrativen wurden die Häuser errichtet, in denen wir leben und arbeiten? Wie können diese
Geschichten aus dem Untergrund hervorgeholt und erfahrbar werden?
Bei der Eröffnung besingt Claudia Lomoschitz gemeinsam mit den Performer*innen Andrea Gunnlaugsdottir und Crystal Wall verborgene Archive der Erde.
ERDRAUM Flyer D
ERDRAUM Flyer E
Screening ERDRAUM
Roman Ehrlich und Michael Disqué zeigen eine Kurzfassung ihres Films Die Ruinen von Exodus (2024), der sich mit der Landschaft der Tabernas-Wüste in Andalusien beschäftigt, die über Jahrzehnte der Filmindustrie als Kulisse gedient hat. Claudia Lomoschitz präsentiert ihre filmische Arbeit LACTANS (2024), welche Milch als historische und mythologische
Substanz betrachtet. Aus einem Ozean digitaler Milch treten kunsthistorische Bilder hervor, die von gegen-hegemonialen Erzählungen und humoristischen Kommentaren begleitet werden.
Das Programm - mit der räumlichen Installation im Blickle Raum und dem Screening im Blickle Kino im Belvedere - findet im Rahmen der Ausstellungsreihe Rotating the Room statt und ist eine Zusammenarbeit von Blickle Raum (kuratiert von Tina Schelle) und Blickle Kino (kuratiert von Stefanie Reisinger).
work-in-progress showing
BONAPPÉTITSIXSIXSIX
Alex Franz Zehetbauer
Dienstag, 11.11.2025, 19 Uhr
Save the date: 30.4.2026, Tanzquartier Wien
Ein Narr braucht keine Bühne, nur ein Publikum. Er verdaut die Welt und spuckt sie wieder aus (vom einen oder anderen Ende). So (re)präsentiert er das Unbekannte, das Unkontrollierbare, das Abjektive. Er eröffnet einen Raum in dem man auf sein Bauchgefühl hören, sich auf die Bedeutung stürzen und über das Durcheinander lachen kann. Lieder können auftauchen, Objekte können hervorquellen, und nichts ist tabu. Der Narr ist frei. Im Blickle Raum widmet sich Alex Franz Zehetbauer einer nächsten Phase der Erforschung der Rolle des Narren: Ein Erproben der Figur des archaischen Infragestellens und der Grenzüberschreitung und ein Pre-Showing seines neuen Solo-Stücks bonappétitsixsixsix. Der Narr tänzelt zwischen hierarchischen Ordnungen, unterläuft spielerisch das erlernte System, und erzeugt Freiräume in engen gesellschaftlichen Korridoren. Unangepasst und in nicht erwartbaren Wendungen entzieht er sich jedem logischen Algorithmus.
