Das Ursula Blickle Lab lädt Sie und Ihre Freund:innen herzlich ein zu
am Freitag, 15. Mai 2026, 19 Uhr
in den Räumen der Ursula Blickle Stiftung, Kraichtal-UÖ
Eintritt frei
mit
Jenaba Samura
Lesung
Sarah Ama Duah mit Naomi Boima und Rositsa Mahdi
Performance
Erinnerung ist kein statischer Ort – sie wandert, verändert sich und taucht in Stimmen, Körpern und Bildern auf. Im Ursula Blickle Lab entsteht ein Raum, der zeigt: Erinnerung ist an den Blick geknüpft und an die Fragen, wer sieht, wer wird gesehen und was bleibt unsichtbar. Hier wird Erinnerung greifbar, spürbar – und offenbart, wie sie durch Körper weitergetragen wird.
Die Autorin Jenaba Samura schreibt aus afro-diasporischer Perspektive über Zugehörigkeit, Intimität und die Zerbrechlichkeit von Erinnerung. Ihre Lesung verbindet persönliche Geschichten mit kollektiven Erzählungen – zwischen klarer Gewissheit und fragmentarischem Gedenken.
Die Künstlerin Sarah Ama Duah erkundet in performativen und skulpturalen Arbeiten Formen des Erinnerns und die Dekonstruktion von kolonialen Denkmälern. In to build to bury to remember lädt sie das Publikum ein, den fetischisierten Status von diesen Monumenten zu hinterfragen. In Auseinandersetzung mit traditionellen Skulpturen und Gedenkkulturen erschaffen drei Performer:innen lebendige, fragile Monumente – hybride Formen aus Latex und Körpern, die sich ständig neu bilden und wieder auflösen und so zu Trägern von Geschichten werden.
Fragen nach Erinnerungskultur, Blickregimen und den Erfahrungsräumen der Afro-Diaspora verbinden die literarische und die künstlerische Position, die im Rahmen der Projektreihe art.poetry.space aufeinandertreffen.
Im Anschluss an das Programm laden wir Sie gerne zum Apéro ein.
Das Ursula Blickle Lab richtet einen besonderen Fokus auf die Grenzbereiche klassischer künstlerischer Disziplinen. Das Programm wird von Prof. Dr. Stephan Krass und Sebastian Winkler konzipiert und betreut.
to build to bury to remember
am Freitag, 15. Mai 2026, 19 Uhr
in den Räumen der Ursula Blickle Stiftung, Kraichtal-UÖ
Eintritt frei
mit
Jenaba Samura
Lesung
Sarah Ama Duah mit Naomi Boima und Rositsa Mahdi
Performance
Erinnerung ist kein statischer Ort – sie wandert, verändert sich und taucht in Stimmen, Körpern und Bildern auf. Im Ursula Blickle Lab entsteht ein Raum, der zeigt: Erinnerung ist an den Blick geknüpft und an die Fragen, wer sieht, wer wird gesehen und was bleibt unsichtbar. Hier wird Erinnerung greifbar, spürbar – und offenbart, wie sie durch Körper weitergetragen wird.
Die Autorin Jenaba Samura schreibt aus afro-diasporischer Perspektive über Zugehörigkeit, Intimität und die Zerbrechlichkeit von Erinnerung. Ihre Lesung verbindet persönliche Geschichten mit kollektiven Erzählungen – zwischen klarer Gewissheit und fragmentarischem Gedenken.
Die Künstlerin Sarah Ama Duah erkundet in performativen und skulpturalen Arbeiten Formen des Erinnerns und die Dekonstruktion von kolonialen Denkmälern. In to build to bury to remember lädt sie das Publikum ein, den fetischisierten Status von diesen Monumenten zu hinterfragen. In Auseinandersetzung mit traditionellen Skulpturen und Gedenkkulturen erschaffen drei Performer:innen lebendige, fragile Monumente – hybride Formen aus Latex und Körpern, die sich ständig neu bilden und wieder auflösen und so zu Trägern von Geschichten werden.
Fragen nach Erinnerungskultur, Blickregimen und den Erfahrungsräumen der Afro-Diaspora verbinden die literarische und die künstlerische Position, die im Rahmen der Projektreihe art.poetry.space aufeinandertreffen.
Im Anschluss an das Programm laden wir Sie gerne zum Apéro ein.
Das Ursula Blickle Lab richtet einen besonderen Fokus auf die Grenzbereiche klassischer künstlerischer Disziplinen. Das Programm wird von Prof. Dr. Stephan Krass und Sebastian Winkler konzipiert und betreut.
Gestaltung: Leon Stark
Informationen zu den beteiligten Künstlerinnen
Sarah Ama Duah (* in Bremen) ist eine deutsch-ghanaische Künstlerin und Modedesignerin, die in Berlin lebt und arbeitet. Sie studierte Bildende Kunst und Mode und verfolgt in ihrer Arbeit einen interdisziplinären Ansatz, der Skulptur, Performance, Mode und Installation verbindet. Duahs künstlerische Praxis untersucht aus Afro-deutscher Perspektive die komplexe Beziehung zwischen historischer Erzählung und ihrer Manifestation in kulturellen Erinnerungsartefakten. Besonders bekannt ist sie für ihre Auseinandersetzung mit Denkmälern, Körpern und temporären Formen der Erinnerung, wobei sie starre historische Narrative hinterfragt und diese Reflektionen in Ihren Arbeiten materialisiert, dabei eigenständige visuelle Narrative entwickelt.
Ihre Werke wurden auf internationalen Plattformen wie der Ghana Fashion Week, SCCA Tamale und im HKW Berlin gezeigt. Duah ist Stipendiatin renommierter Programme wie Schloss Balmoral und war Teilnehmerin des Artist Residency-Programms perforcraZe International in Kumasi. 2025 erhielt sie den erstmals ausgelobten Wolfram Beck Preis für Bildhauerei. In ihren Performances und Skulpturen lotet sie die Grenzen zwischen Körper, Skulptur und kollektivem Gedächtnis aus und schafft so temporäre Denkmäler, die das Unerzählte und Verborgene sichtbar machen. In ihrer Serie to build to bury to remember untersucht Sarah Ama Duah kritisch den Umgang mit Denkmälern und stellt etablierte historische Narrative infrage. Die performative Serie bewegt sich an der Schnittstelle von Skulptur und Körper: Gemeinsam mit ihren Mitwirkenden entwickelt Duah vergängliche Denkmalformen, die den starren, autoritären Charakter imperialer Skulpturen des europäischen Kanons bewusst unterlaufen. Durch den Einsatz von Materialien wie Latex und Archivalien , die sichtbar werden und sich wieder entziehen, entsteht ein flüchtiges Tablau vivant welches die Afro-diaspora im Kontext europäischer Hochkultur verhandelt. Die Arbeit thematisiert so die Komplexität von Erinnerung, Macht und kollektiver Geschichte und stellt den offiziellen Narrativen alternative, vielschichtige Perspektiven gegenüber.
Jenaba Samura (sie/ihr) ist freie Autorin, Podcast Host und Moderatorin, hierbei bewegt sie sich immer wieder an der Schnittstelle von Theater/Politik.
Als Promovendin der Kulturwissenschaften forscht sie aktuell im Projekt "Schwarze Narrative transkultureller Aneignung" zu Imaginationen eines Schwarzen Europas.
In ihrer Poesie beschäftigen sie vor allem transgenerationale Fragen von Familie, Freund:innenschaft und Zugehörigkeit.
