Rotor - Deutschland im Herbst
Eröffnung: 08. November 2008, 19 Uhr
Dauer: 09.11. - 14.12.2008
Rotor ist ein interdisziplinäres Kollektiv aus
Brüssel, das gemeinsam eine Plattform geschaffen hat, die sich
dem komplexen Thema der Wiederverwendung industrieller Abfälle
und ihrer gesellschaftlichen, ökonomischen und
ökologischen Aspekte widmet. Sie untersuchen aktuelle
Produktionsprozesse, Materialien und Entscheidungen, die zur Selektion
von Brauchbarem und Unbrauchbarem führen. Die Produktion von
Waren stellt nicht nur eine Transformation von Rohmaterial dar, sondern
ist ebenso eine Frage des Differenzierens zwischen Nützlichem
und Überflüssigem. In ihrem Projekt, dass speziell
für die Ursula Blickle Stiftung entsteht, konzentrieren sich
Rotor auf die spezifischen Momente, Orte und Umstände unter
welchen Abfall entsteht bzw. Überflüssiges als
solches definiert wird.
Im Mittelpunkt ihrer Installation steht eine Reihe von Abfallprodukten,
die aus verschiednen Produktionsprozessen und in unterschiedlichen
Firmen entstanden sind. Dem Projekt ging eine lange Recherche voraus,
die sowohl Firmen aus der Region um Kraichtal als auch internationale
Hersteller mit einbezieht. Die Dokumentation des jeweiligen Produktions-
und Materialkontextes wird dabei ebenso im Vordergrund stehen, wie die
verschiedenen Materialien, die aus dem herkömmlichen Produktionsprozess
aussortiert wurden.
Anlässlich der Ausstellung erscheint ein Katalog.
Kuratorin: Chus Martínez (Chefkuratorin, Museu d’Art Contemporani, Barcelona)