Don Giovanni:
Zwei plus zwei gleich vier.
Oder „Lust ist der einzige
Schwindel, dem ich Dauer
wünsche.“
Gruppenausstellung
Eröffnung: 11. März 2006, 19 Uhr
Dauer: 12.03. - 23.04.2006
Der Begriff des Schönen ist ein fragiles Konstrukt. In einer auf Effizienz und
Mozarts Oper Don Giovanni wurde von E. T. A.
Hoffmann als „Oper aller Opern“ bezeichnet
und Kierkegaard findet in ihr „sinnlich-erotische
Genialität“. In diesem Sinne eröffnet die Ursula
Blickle Stiftung im Rahmen des Mozartjahres
2006 ihr diesjähriges Programm mit einer Ausstellung,
die der Oper des bedeutenden österreichischen
Komponisten Rechnung trägt.
Anhand von zahlreichen Videoarbeiten zeitgenössischer
Künstler geht die Ausstellung der
Frage nach, wie aktuell die Figur des Don
Giovanni heute noch ist, wie zeitgemäß sein
atemberaubender Lebensstil.
Die schillernde Gestalt des Don Giovanni selbst
hat im Laufe der Jahrhunderte facettenreiche
Metamorphosen durchlaufen. Anhand ausgewählter
Videoarbeiten wird so das Bild eines
ambivalenten Begehrens aufgezeigt: der
Wunsch nach Schmerzzufügung lässt auch
Lustverlangen erahnen, die kaltblütige Verführung
schlägt um in melancholische Todessehnsucht.
Schließlich wird alles – auch die
Gefühle – als Maskerade entlarvt.
Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit
mit der Kunsthalle Wien statt, wo sie vom
24. März bis zum 16. April 2006 gezeigt wird.
Gruppenausstellung mit: AK Dolven, Kendell Geers, Noritoshi Hirakawa,
Takehito Koganezawa, Lilli und Lola, Tracey
Moffatt, Vlad Monroe, Zoran Naskovski, Klaus
Pobitzer, Rimini Protokoll, Ugo Rondinone,
Tracey Rose, Kiki Seror, Doron Solomons, Sam
Taylor-Wood, Erwin Wurm
Kurator: Dr. Gerald Matt
Cokuratorin: Dr. Gaby Hartel
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im
Verlag für Moderne Kunst Nürnberg.