URSULA BLICKLE STIFTUNG

Die Ursula Blickle Stiftung, eine private Institution, sieht ihre Aufgabe darin, zeitgenössische Kunst und ihre Vermittlungsebenen zu fördern.

Aktuell unterstützt die Ursula Blickle Stiftung folgende Projekte:
Blickle Kino
Ursula Blickle Video Archiv
Blickle Raum Spiegelgasse
Ursula Blickle Lab

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Enjoy what you are
Oder die Überwindung der Wirklichkeit
durch die Kunst.

Peter Weiermair in einem Gruß an Martin Bruch

Die Ursula Blickle Stiftung möchte ihre Trauer um Peter Weiermair, der am 26. November 2021 in Innsbruck verstorben ist, mit großer Anteilnahme an seine Familie und seine Freund_innen zum Ausdruck bringen.

Seine eigenen Worte „Enjoy what you are“ wollen wir Peter Weiermair mit auf den Weg geben und sind tief betroffen von diesem großen Verlust: Peter Weiermair begleitete die Ursula Blickle Stiftung fast seit Anbeginn 1991 bis zu seinem Unfall 2015. Er war als Teil des Boards unverzichtbar, geleitet von seinem immensen Einsatz für Künstler_innen und Künstler hat er maßgeblich auch die Projekte der Ursula Blickle Stiftung mitgeprägt.

Ursula Blickle zeigt sich bewegt über den Verlust eines treuen Begleiters: „Peter Weiermair war mir und der Stiftung immer ein intelligenter, streitbarer und zukunftsorientierter Ratgeber. In Dankbarkeit erinnere ich mich an viele großartige und zukunftsweisende Projekte in der Ursula Blickle Stiftung, die wir gemeinsam auch mit vielen Kooperationspartnern umsetzen konnten und die ohne sein großes Wissen nicht möglich gewesen wären.“

Als Kurator und Autor sind hier nur exemplarisch ein paar Projekte genannt, die sein breites Spektrum veranschaulichen: Von Jack Pierson „The Lonely Life“, 1996 Ausstellung und Katalog in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Kunstverein bis zu „Drawingroom“, 2013, Ausstellung und Katalog in Zusammenarbeit mit der Galerie im Taxispalais, Innsbruck mit Zeichnungen u.a. von Andrea Fogli, Nikolaus Gansterer, Christian Schwarzwald und Ralf Ziervogel oder „Bücher, Bücher, Bücher – Nichts als Bücher“, 2009 Ausstellung in der Ursula Blickle Stiftung Kraichtal u.a. mit Clegg+Guttmann, Andreas Gursky, Dieter Roth, und Michael Ziegler bis hin zu „Small Is Beautiful – Skulptur, Zeichnung, Video, Foto, Rauminstallation“, 2007, Gruppenausstellung mit Werken von Robert Adrian X, Stephan Balkenhohl, Ernst Caramelle, Katharina Stiglitz, bis Erwin Wurm und Masao Yamamoto, um nur einige zu nennen.

Wir sind Peter Weiermair zu großem Dank verpflichtet und werden ihn vermissen.

​​​​​In großer Traurigkeit

Ursula Blickle


Roger Bundschuh
Nicolaus Schafhausen
Claudia Bauer
Claudia Slanar
und die Kurator_innen und Künstler_innen der Stiftung

 

 

 

 

 

DIE STIFTUNG

Die Ursula Blickle Stiftung wurde 1991 gegründet. Zur Förderung von nationaler und internationaler zeitgenössischer Kunst.

Nach 25 Jahren mit insgesamt 95 Ausstellungen von und mit namhaften wie auch jungen Künstlern und Künstlerinnen, sowie Kuratoren und Kuratorinnen, stets begleitet von Künstlerbüchern und Katalogen, wurde der Ausstellungsbetrieb im Sitz der Stiftung im badischen Kraichtal 2015/2016 in der bisherigen Form beendet.

Ausstellungen bis 2016
Publikationen bis 2016

Durch die Unterstützung von Ursula Blickle Lab, Blickle Kino, Video Archiv und Blickle Raum Spiegelgasse bleiben die Stiftung und ihre Gründerin, Ursula Blickle, weiterhin aktiv im aktuellen Kunstgeschehen involviert.
> Information

BLICKLE KINO

im Belvedere 21 in Wien

 

Im April 2012 öffnete das Blickle Kino im damals gerade neu umgebauten 21er Haus – nun Belvedere 21 – in Wien feierlich seine Pforten. Die Renovierung des Kinoraums nach dem Original des Wiener Architekten Karl Schwanzer von 1958 wurde, wie die gesamte technische Ausrüstung, durch eine Schenkung der Ursula Blickle Stiftung möglich gemacht. Damit schreibt die Stiftung ihr Engagement für den Diskurs zwischen Film und Kino, Kunst und Wissenschaft fort.

zum Programm

 

URSULA BLICKLE VIDEO ARCHIV

Das 2007 gegründete Ursula Blickle Video Archiv ist eines der wichtigsten Archive zur Videokunst mit Schwerpunkt auf den 1990er- und 2000er-Jahren, jener Zeit also, in der das Medium Video eine besonders wichtige Funktion einnahm. Das gesamte Archiv ermöglicht zum gegenwärtigen Zeitpunkt den Zugriff auf 2.500 Videos von nationalen und internationalen Künstler_innen, wobei ein Schwerpunkt auf dem österreichischen Videoschaffen liegt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.ursulablicklevideoarchiv.com

BLICKLE RAUM SPIEGELGASSE

Als eines der jüngsten Projekte der Ursula Blickle Stiftung ist der Blickle Raum in Wiens Spiegelgasse den performativen und diskursiven künstlerischen Praxen gewidmet. Im Rahmen einer „Residency“ werden Künstler_innen eingeladen, die Programmgestaltung zu übernehmen. In dem Covid-19- und terrorgeprägten Ausnahmejahr 2020 nutzt Amina Handke den Raum als temporäres Atelier und gibt Einblicke in die unterschiedlichen Phasen ihres kreativen Arbeitens.

Roman Pfeffer (2014/15) und Gabriele Rothemann (2015/16) luden jeweils zu einer Serie von Ausstellungen und Salons ein. 2017/2018 war Carola Dertnig für Programm und Ereignisse im Raum verantwortlich. 2019 lud Manuel Gorkiewicz befreundete Künstler_innen zu einer Programmreihe in seiner Rauminstallation Kabuff und seit 2020 nutzt Amina Handke den Blickle Raum als temporäres Atelier, Studio oder Präsentationsort.

> Aktuell / Programm 2021

URSULA BLICKLE LAB

Das Ursula Blickle Lab bietet KünstlerInnen, SchriftstellerInnen und DesignerInnen einen Raum, um gemeinsam Ideen zu entwickeln, deren Realisation von herkömmlichen Konzeptionen abweicht. Diesem Gedanken entsprechend wird kein durchgehendes Ausstellungsprogramm verfolgt, sondern es sollen punktuell Projekte realisiert werden, deren besonderer Fokus auf den Grenzbereichen klassischer künstlerischer Disziplinen liegt.

Projektleitung und Programm: Prof. Dr. Stephan Krass und Sebastian Winkler.